Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche
Wenn Kinder und Jugendliche einen Verlust erleben, brauchen sie Raum für ihre eigene Trauer.
Der Tod eines Elternteils, eines Geschwisters, eines Großelternteils oder eines anderen nahestehenden Menschen kann die Welt eines Kindes oder Jugendlichen tiefgreifend verändern.
Doch junge Menschen trauern nicht immer so, wie Erwachsene es erwarten.
Manche stellen viele Fragen. Andere werden still, ziehen sich zurück oder zeigen ihre Gefühle durch Wut, Unruhe oder verändertes Verhalten. Manchmal wechseln sich traurige Momente mit Lachen, Spielen und scheinbarer Unbeschwertheit ab.
All das kann zur Trauer gehören.
In meiner Trauerbegleitung möchte ich Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum bieten, in dem ihre Gefühle, Gedanken und Fragen ernst genommen werden.
Ohne Druck. Ohne Erwartungen. In ihrem eigenen Tempo.
Kinder trauern anders
Kinder erleben Trauer häufig in einzelnen Momenten.
Vielleicht möchten sie über den verstorbenen Menschen sprechen und kurz darauf wieder spielen. Vielleicht stellen sie dieselben Fragen immer wieder oder können noch nicht genau ausdrücken, was sie fühlen.
Manchmal beschäftigen sie auch Gedanken, die sie Erwachsenen gegenüber nicht aussprechen möchten.
Zum Beispiel:
- „Warum musste dieser Mensch sterben?“
- „Habe ich etwas falsch gemacht?“
- „Kann Mama oder Papa jetzt auch sterben?“
- „Darf ich trotzdem lachen und glücklich sein?“
- „Was passiert mit einem Menschen, wenn er tot ist?“
Kinder brauchen verständliche, ehrliche Antworten, aber auch die Freiheit, nicht ständig über ihre Trauer sprechen zu müssen.
In meiner Begleitung darf beides seinen Platz haben.
Jugendliche brauchen ihren eigenen Weg
Jugendliche erleben einen Verlust oft in einer Lebensphase, in der sich ohnehin vieles verändert.
Vielleicht möchten sie ihre Familie nicht zusätzlich belasten. Vielleicht haben sie das Gefühl, dass niemand versteht, was in ihnen vorgeht.
Manche ziehen sich zurück, andere reagieren gereizt oder versuchen, im Alltag möglichst normal weiterzumachen.
Auch Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Gerechtigkeit, Schuld oder dem Tod können eine große Rolle spielen.
Ich begegne Jugendlichen auf Augenhöhe, ohne ihnen vorzuschreiben, was sie fühlen oder erzählen sollen.
Sie dürfen selbst entscheiden, welche Gedanken sie teilen möchten und wann sie bereit sind, darüber zu sprechen.
Ein geschützter Raum für Gefühle, Fragen und Erinnerungen
Nicht jedes Kind und nicht jeder Jugendliche möchte sich ausschließlich im Gespräch ausdrücken.
Deshalb gestalte ich die Begleitung individuell und altersgerecht.
Je nach Alter, Bedürfnissen und Interessen können beispielsweise Gespräche, kreative Ausdrucksmöglichkeiten, Erinnerungsarbeit oder kleine persönliche Rituale ihren Platz finden.
Manchmal hilft es, über einen verstorbenen Menschen zu erzählen. Manchmal ist es leichter, etwas zu gestalten oder einfach gemeinsam still zu sein.
Dabei geht es nicht darum, Trauer möglichst schnell zu überwinden.
Es geht darum, dem jungen Menschen mit seinen eigenen Gefühlen und Erfahrungen Raum zu geben.
Auch schwierige Gedanken dürfen ausgesprochen werden
Gerade Kinder können nach einem Todesfall Schuldgefühle entwickeln, obwohl sie keine Verantwortung für das Geschehene tragen.
Vielleicht haben sie vor dem Tod mit dem verstorbenen Menschen gestritten oder sich etwas gewünscht, das sie im Nachhinein belastet.
Auch Ängste, Wut oder widersprüchliche Gefühle können auftreten.
Mir ist wichtig, solche Gedanken ernst zu nehmen und behutsam darüber zu sprechen.
Ebenso dürfen Fragen nach dem Tod, nach einem möglichen Weiterleben oder nach einer besonderen Verbundenheit mit dem verstorbenen Menschen Raum bekommen.
Ich gebe dabei keine Glaubensvorstellungen vor, sondern begegne den Gedanken des Kindes oder Jugendlichen offen und respektvoll.
Wie ich Kinder und Jugendliche begleite
Im Mittelpunkt steht immer der junge Mensch mit seiner individuellen Geschichte.
Ich orientiere mich an seinem Alter, seinen Bedürfnissen und daran, was sich für ihn gerade passend anfühlt.
Dabei sind mir besonders wichtig:
- Eine vertrauensvolle und wertschätzende Atmosphäre
- Altersgerechte Gespräche und Ausdrucksmöglichkeiten
- Raum für unterschiedliche Gefühle und Fragen
- Ein behutsamer Umgang mit Erinnerungen und Schuldgefühlen
- Die Einbeziehung der Eltern oder Bezugspersonen, soweit dies sinnvoll und mit dem jungen Menschen abgestimmt ist
Energetische oder spirituelle Elemente sind kein notwendiger Bestandteil der Begleitung. Falls solche Impulse überhaupt einbezogen werden, geschieht dies nur altersgerecht, transparent und mit entsprechender Zustimmung.
Kein Kind und kein Jugendlicher muss etwas erzählen, glauben oder ausprobieren, was sich nicht richtig anfühlt.
Auch Eltern und Bezugspersonen brauchen Orientierung
Wenn ein Kind trauert, sind Erwachsene häufig selbst betroffen.
Vielleicht möchtest du deinem Kind helfen, weißt aber nicht, wie du seine Fragen beantworten sollst.
Vielleicht fragst du dich, ob sein Verhalten normal ist oder wie du mit seiner Traurigkeit umgehen kannst.
In einem ersten Gespräch können wir gemeinsam besprechen, was dein Kind erlebt hat, welche Veränderungen du beobachtest und welche Form der Begleitung passend sein könnte.
Dabei geht es nicht darum, dir vorzuschreiben, wie du mit deinem Kind umgehen sollst.
Ich möchte dich darin unterstützen, seine individuelle Trauer besser zu verstehen und ihm mit Offenheit und Sicherheit zu begegnen.
Wenn der Verlust das Zusammenleben der ganzen Familie verändert hat, findest du weitere Informationen zu meiner Trauerbegleitung für Familien.
Wer dein Kind begleitet
Ich bin Claudia de Jonge.
Der Tod meiner Tochter im Alter von elf Jahren hat mein Leben tiefgreifend verändert und meinen persönlichen Blick auf Trauer und Abschied geprägt.
Meine eigenen Erfahrungen verbinde ich mit meiner Ausbildung in energetischer Sterbe- und Trauerbegleitung sowie zusätzlichen Fortbildungen zur Begleitung von Kindern und Jugendlichen.
Auch meine langjährige Tätigkeit in der Altenpflege hat mich gelehrt, Menschen in schwierigen Lebenssituationen achtsam und ohne vorschnelle Antworten zu begegnen.
Mir ist bewusst, dass jedes Kind und jede Familie ihre eigene Geschichte mitbringt.
Deshalb steht für mich nicht meine Erfahrung im Mittelpunkt, sondern das, was der junge Mensch gerade braucht.

So kann die Begleitung beginnen
1. Kostenloses Kennenlerngespräch
In einem ersten Gespräch von etwa 20 bis 30 Minuten können wir die Situation und den möglichen Unterstützungsbedarf besprechen.
2. Individuelle Begleitung vor Ort
Die Begleitung findet persönlich in Ober-Ramstadt statt. Wir gestalten die Treffen altersgerecht und orientieren uns an den Bedürfnissen des Kindes oder Jugendlichen.
3. Ohne festgelegte Anzahl von Terminen
Wie häufig und über welchen Zeitraum die Begleitung sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam. Dabei berücksichtigen wir auch die Wünsche des jungen Menschen.
Ort und Rahmenbedingungen
Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche
Die Begleitung findet persönlich in Ober-Ramstadt statt. Informationen zu den Kosten und zum kostenlosen Kennenlerngespräch findest du unter Honorar.
Für Kinder und Jugendliche biete ich keine Online-Trauerbegleitung an.
Meine Begleitung ist ein unterstützendes Angebot und ersetzt keine kinder- oder jugendpsychotherapeutische beziehungsweise medizinische Behandlung.
Ein Kind muss mit seiner Trauer nicht allein bleiben
Vielleicht bist du unsicher, ob dein Kind Unterstützung braucht.
Vielleicht hast du das Gefühl, dass es vieles mit sich selbst ausmacht, und möchtest ihm eine zusätzliche Möglichkeit geben, über seine Gefühle zu sprechen.
Du musst diese Entscheidung nicht allein treffen.
Wenn du dir eine einfühlsame Begleitung für dein Kind oder einen Jugendlichen wünschst, können wir uns in einem kostenlosen Erstgespräch kennenlernen.
Trauerbegleitung für Kinder & Jugendliche in Ober-Ramstadt · Darmstadt · Südhessen
